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Leben mit einem Menschen den man nicht liebt, das ist Zerstörung der Seele.
Leben ohne einen Menschen den man liebt, das ist Zerstörung des Körpers.
(Fernost)
Leben mit einem Menschen den man liebt, aber der mich quält und foltert, das ist...
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Zerbrochen...
(© Alexander Rossa 2010)
Ich habe für uns gekocht.
Der Tisch ist gedeckt, und das Essen steht dampfend auf dem Tisch.
Ein schöner Abend, laue Sommerbrise und zappelnde Kerzenflammen.
Überraschen will ich Dich.
Freue mich schon den ganzen Tag.
Es ist schön, dich um mich zu haben.
Doch die Freude, sie weicht der Verzweiflung.
Deine Worte tun mir weh.
Ganz unerwartet.
Ich spüre, wie sie brutal an dem Gewebe in mir reißen.
Warum tust du das?
Was hast Du davon?
Ich liebe Dich doch.
Es bereitet Dir Freude, mich leiden zu sehen.
Ein Schmerz aus weiter Tiefe, er raubt meinen Atem.
So endlos enttäuscht bin ich von Dir.
Mein Vertrauen, meine Hoffnung an Dich, alles das, es ist zerrüttet.
Deine Worte durchtrennen alle wundervollen Bilder in meinem Kopf.
Bilder von Dir, die Du wahllos mit Deinen Worten zerfetzt.
Worthülsen jagen durch meine Gedanken.
Sie fühlen sich an, wie heiße Pfeilspitzen.
So sehr scharf und glühend sind sie, lassen mich zusammenzucken.
Ich mag mich nicht wehren, bin zu schwach dazu.
Sinnlos ein Kampf, bei dem es nur Verlierer gibt.
Deine Worte, sie peitschen mich aus, durchbohren mich.
So treibst Du sie gnadenlos in mich hinein, Buchstabe für Buchstabe.
Du flößt mir Deine Gedanken ein, als wären sie feiges Gift.
Schier blind Du vor lauter Gier nach Schmerz und Demütigung.
Ich bin verletzt, blute meine Gefühle in die laue Nacht.
Wie ein wildes Tier, so wittern sie an mir herum, Deine Fragen.
Suchen und scharren gierig nach schutzlosen Emotionen.
Tränen sind der Rauch meines schmerzenden Feuers.
Sie rinnen durch mein Gesicht Dir entgegen.
Tränen wie ein letztes Flehen.
Doch sind sie Dir nur Bezahlung für übles Vandalentum.
Die Tränen im Kanossa Deiner endlosen Wut, sie versiegen ungehört.
In tiefster Demut liegen sie Dir zu Füßen.
Sie wollen die verschollene Prinzessin in Dir befreien.
Die sterbende Liebe, wie anmutig und schön.
Doch Deine harte Hand in meinem Gesicht,
sie läßt meine Seele erschüttern.
Du hast es getan!
Oh, nein!
Ist es meine Schuld?
Ich bin mir sicher.
Verzeihe mir!
Fauchendes Reißen an meinen Wangen.
Verzweiflung in meiner Brust und atemlose Leere im Raum.
Ich schmecke Blut in meinem Mund.
Dann ein unglaublicher Schlag in den Magen.
Den Schmerz spüre ich kaum, wohl aber ein Universum.
Es bricht knirschend zusammen.
Schwindel, Erschütterung und so unendlich qualvolle Leere.
Harter Boden unter meinen Knien.
Meine Hände im Gesicht, zwischen kalten Fliesen und tränensalzigem Blut.
Ein erneuter Schlag, er wirbelt mich herum.
Ich pralle hart gegen die Mauer.
Bellender Schmerz im Rücken, im Gesicht, in meiner Seele.
Dann ein lautes Krachen der Tür.
Du bist fort.
Ich bin da.
"Ich liebe Dich doch..."
Scherben überall, in denen ich liege.
Verzweifelte Leere hinter roten Meeren.
Schmerzen jagen meine Trauer in die Enge.
Auf dem Tisch steht das dampfende Essen.
Der Abend ist noch immer lau.
Die Kerzen auf dem Tisch sind erloschen.
Rauchfahnen ziehen nach oben.
"Ich liebe Dich doch."
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