Was macht den Menschen so töricht? Er ist töricht, keine Frage. Ist es, weil er einfach nicht kann, oder ist es, weil er einfach nur töricht sein will?
Ich denke mir, er will töricht sein. Er will töricht sein, weil er Angst vor dem hat, was er können könnte, wenn er doch nur wollte.
Der Mensch ist von Natur aus faul und eher träge. Angst und Trägheit sind ein Paar, das es dem Menschen schwer macht, mehr
von der Realität zu begreifen, als er es könnte. Das Begreifen geht mit dem Fühlen einher. Ohne dem Fühlen, gibt es kein Erfahren
und ohne Erfahrung kein breites und realitätsnahes Weltbild. Der Glaube ist der Feind des Erfahrens und hält daher den Menschen unerfahren.
Der Glaube an ein vorgefertigtes Konzept lässt die Motivation versiegen, selbst erfahren zu wollen. Daher versuche ich den Glauben
zu vermeiden. Ich lehne es ab gesagt zu bekommen, was ich nicht erfahren und nicht fühlen soll. Man kann Gefühle nicht erzählen,
man muss sie wohl stets selbst erleben, auch wenn sie oftmals unbequem und leidvoll sind. Sie lehren mich, wach zu bleiben, zu verstehen, dass
ich noch lebe und die Wunder des Lebens zu sehen. Würde ich nicht auf sie achten, wäre meine Welt fade und klein, ohne das ich es
selbst bemerken würde. Ich wäre tief unglücklich ohne zu wissen, warum ich es bin.
Das Leben steckt voller Wunder und für uns Menschen unerklärlicher Dinge. Doch immer wieder schrieben mir die Menschen, selbst noch nie ein Wunder
erlebt zu haben. Nun ist es doch so, dass bereits jeder Mensch ein Wunder ist, jede Blume und jedes Lied. Doch wenn wir nicht richtig
zuhören, nicht richtig zusehen und nicht erfahren wollen, dann sind das alles nur fade Dinge des Alltags. Wenn wir selbst diese
Wunder nicht mehr erkennen können, wie wollen wir dann die grossen und machtvollen Wunder erfahren, die sich dadurch auszeichnen,
dass sie so weit über uns Menschen stehen und geschehen, dass man alle seine Sinne braucht, um sie zumindest teilweise begreifen
zu können? Solche Wunder verändern die Realität in unseren Köpfen, sie lenken uns, und wir sind ein Teil von ihnen. Doch wir Menschen,
wir sehen nicht einmal mehr die Blumen am Strassenrand oder hören auf ein liebes Wort zwischen den vielen nutzlosen Worttiraden
des täglichen Lebens. Wir Menschen sollten uns schämen, derartige Chancen auf Glück zu vergeuden...
(Schaut die vielen Babys, sie tragen Fleischmützen, viele Männer ebenso. Ein Symbol für den Kreislauf des Lebens? Mit dem Alter kehrt man optisch wieder
dorthin zurück, wo alles begonnen hat? Wie dem auch sei, man bekommt auf jeden Fall mehr Sonne ab...)
Du, mein Freund, ich vermisse dich. So weit scheinst du entfernt, so schrecklich empfinde ich die Ferne.
Du bist immer da, wenn ich dich brauche, wenn du mich brauchst, ich spüre das.
Wie arm wäre ich ohne dich, wie jämmerlich mein Leben.
Die Welt steckt voller Freunde, nur zu erkennen, sind sie schwer.
Doch steckt sie ebenso voller Feinde, und da es oftmals um so vieles leichter ist,seinen Feind zu erkennen, als seinen Freund, meinen die Menschen überzeugt, viel mehr erkannte Feinde, als erkannte Freunde zu haben. So liegt es nahe, dass Menschen mit einer vermehrt feindlichen Welt, wohl eher die Opfer ihrer eigenen Bequemlichkeit geworden zu sein scheinen und letztlich der Resignation verfallen sind, nach Freunden zu suchen.
Einen Freund zu suchen heisst, Vertrauen und Gefühl zu investieren und seinen schützenden Schild zu senken.
Ihn zu entlarven heisst, ihm zuzuhören, mit ihm zu denken und mit ihm die Welt zu erleben.
Freundschaft ist ein ewiges Verzeihen und die Erkenntnis um die Bedeutung der wichtigen Augenblicke des gemeinsam Erlebten.
Freundschaft ist eine besondere Form von Liebe, Kameradschaft das Teilen von Erlebnissen und die Bekanntschaft, sie ist jedoch nur das Schenken von Beachtung. Freundchaft ist wertvoll, unschätzbar kostbar, da sie eine Stütze für das Ich im Leben ist, und Freundschaft ist auch immer willige Gegenseitigkeit.
Einen Freund kann man nicht vergessen, und seine Gedanken sind mir stets vertraut.
Freundschaft heisst, ehrlich und offen zu sein, stets bereit, sich offen in die Augen zu blicken.
Freundschaft ist immer ein Geschenk ohne Verpackung, über das man sich dennoch freut.
So, wie ich dir meine Worte heute sende, weil sie alles das sind, was du mir schenkst.
Du, mein Freund, ich vermisse dich.
Überall bin ich und sehe ich mich selbst.
Einmal fühle ich mich kalt an, einmal bin ich warm.
Eine Behältnis bin ich, ein Gefäss für Gefühle, Hass und Liebe.
Ich bin die Helligkeit und die Dunkelheit.
Obwohl ich überall schon bin, werde ich immer wieder gebracht.
Doch nur selten bin ich willkommen. Dabei erlöse ich vom Leid und Schmerz, bin mehr ein Freund, als ein Feind.
Doch sie gehen mir aus dem Weg, als wären sie kleine Kinder, die ihrem Vater aus dem Weg gehen, um nicht ins Bett zu müssen.
Dabei bin ich überall und war schon immer, ob im Bett, im finsteren Keller oder in jedem noch so
guten Versteck.
Ich bin ein Freund, der Sicherheit bringt, wohl oftmals die einzige im
Leben und dennoch spricht man nur selten von mir.
Sie kämpfen mutig gegen mich, suchen einen Weg mich zu vertreiben, dabei bin ich ihnen näher, als die Eltern und
weiss mehr über sie, als jeder andere Freund und Mensch.
Es ist nicht Dankbarkeit, die ich mir wünsche, nein, vielmehr ist es mein Bestreben, das man lernt, mich zu
sehen und mich als einen Freund anzuerkennen.
Denn ich liebe sie, die Menschen.